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Pilotprojekt „Solarthermieanlage“ im Gesundbrunnen geht in die Bauphase

Ab der ersten Juliwoche wird die WUS 2 (Wärmeumformstation), Höhe Juri-Gagarin-Str. eingerüstet und damit wird der Startschuss für den Bau einer Solarthermieanlage gegeben. Im Rahmen dieses Bauprojektes wird ein solarthermisches Heizwerk errichtet, dass seine Wärme vollständig in das Fernwärmenetz der EWB einspeist.

Zu diesem Zweck soll auf dem südlichen Dach der WUS 2 ein Kollektorfeld aus Vakuumröhren mit einer Kollektorfläche von 80 m² errichtet werden. Im Untergeschoss der WUS wird dafür eine Übergabestation entstehen. In der Übergabestation erfolgt zusätzlich die Pufferung der solaren Wärme, wenn diese nicht direkt dem Fernwärmenetz zugeführt werden kann.

Wie funktioniert die Solarthermieanlage?

Solarthermie funktioniert nach einem einfachen Prinzip: In einem Solarkollektor befindet sich Wasser, das durch die Sonnenenergie erhitzt wird. Mittels Pumpe wird das aufgeheizte Wasser über einen Rohrkreislauf zur Übergabestation bzw. in den Zwischenspeicher transportiert. Zur effektiven Wärmebereitstellung muss die Solarthermie Temperaturen von   70 °C erreichen, damit die solare Wärme dem Fernwärmenetz zugeführt werden kann. In der Übergabestation wird die Wärme über einen Wärmetauscher an das Fernwärmenetz abgegeben. Die abgekühlte Flüssigkeit im Solarkreislauf fließt wieder zum Kollektor zurück, wo sie erneut von der Sonne aufgewärmt wird. Im umgekehrten Prinzip erfolgt der Frostschutz im Winter aus dem Rücklauf des Fernwärmenetzes, wenn nicht ausreichend Sonnenenergie für den Heizbetrieb zur Verfügung steht.

Wann geht die Anlage ans Netz?

Wenn alles nach Plan läuft, geht die Anlage nach erfolgreichen Probebetrieb ab Mitte September in den Regelbetriebüber und speist dann emissionsfrei produzierte Heizenergie ins Fernwärmenetz der EWB ein. Als Pilotanlage erreicht die Solarthermie dabei eine Spitzenleistung von 43 kW und einen prognostizierten Ertrag von 37 MWh/a. Damit können bis zu 7 Einfamilienhäuser mit Wärme versorgt werden.

 

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