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Der Ball rollt auch in den Ferien

Im Bautzener Trainingszentrum Humboldthain verbringen zurzeit 25 junge Kicker eine besondere Fußballwoche.

  • Von links nach rechts: Moritz Noack, Florian Pursche, Mario Späth, Maik Jährig, Andreas Schön, Olaf Kittan

Im Bautzener Trainingszentrum Humboldthain verbringen zurzeit 25 junge Kicker eine besondere Fußballwoche.

Bautzen. Johann Bodrich ist richtig traurig, wenn er daran denkt, dass er nächstes Jahr nicht mehr am Fußball-Feriencamp der FSV Budissa Bautzen teilnehmen kann. Schon sechsmal war der jetzt Dreizehnjährige dabei. Mit 14 ist aber Schluss. Zum Camp eingeladen sind junge Kicker zwischen acht und dreizehn Jahren. Johanns Augen leuchten, wenn er sich daran erinnert, was in den letzten Jahren so los war. „Es finden ganz tolle Freizeitaktivitäten statt, zum Beispiel Kletterpark, Fußball-Golf, Tennis und Tischtennis“, zählt er auf. Außerdem seien die Trainer prima und es mache Spaß, eine ganze Woche lang mit Kindern zu spielen, mit denen man sonst nicht zusammen ist. Johann hat die weiteste Anreise. Er kommt nämlich aus Leipzig und spielt dort bei der SG Olympia.

Von der gastgebenden FSV Budissa Bautzen sind sieben Kinder dabei. Die anderen der insgesamt 25 jungen Kicker spielen in Görlitz, Neusalza-Spremberg, Ostritz, Wilthen, Neukirch, Baruth, Großdubrau und Weißwasser sowie bei Post Germania Bautzen. Natürlich steht beim Camp, das von den Energie- und Wasserwerken (EWB) unterstützt wird, das Fußballspielen im Mittelpunkt. Bereits am Sonntag fand ein Nachtturnier unter Flutlicht statt, was alle ganz klasse fanden, weil dadurch das Zubettgehen etwas nach hinten rückte. Jeden Tag rollt der Ball in unterschiedlichen Spielformen, damit es nicht langweilig wird. Unter anderem wird Mann gegen Mann gespielt, und es gibt ein Turnier gegen das Kickfixx-Camp Neusalza-Spremberg sowie ein WM-Turnier. Gesucht wird außerdem der König der Dribbler und der Elfmeter-Held.

Bei der Budissen-Olympiade treten die Kinder gegen die Trainer an, und zwar in solchen Disziplinen wie Eierlauf, Völkerball oder Tischtennis. Gewinnen die Kinder, bekommen sie Süßigkeiten, falls nicht, müssen sie kleine „Strafarbeiten“, wie zum Beispiel Tischdecken, leisten. Geplant sind auch Ausflüge, unter anderem zum Trampolinpark Dresden.

Andreas Schön ist einer von sechs Betreuern, die sich um die jungen Kicker kümmern. Als Übungsleiter opfert er jeden Monat 80 bis 100 Stunden seiner Freizeit für die ehrenamtliche Arbeit. Und für das Fußballcamp hat er sich extra Urlaub genommen. Die Freude der Kinder an ihrem Lieblingssport entschädige ihn dafür. Der Trainer betreute bisher die C2-Mannschaft. Ab August übernimmt er das Team D1, das in der Talente-Liga spielt.

Quelle: Sächsische Zeitung, 9.7.2019, von Carmen Schumann